Der Kanton Bern verzichtet auf Mia von Steuergeldern

Bildschirmfoto 2016-01-20 um 13.59.50Steuerhinterziehung soll nur moderat bekämpft werden…?!?

Gestern ist mein Vorstoss zum Thema Steuerhinterziehung abgelehnt worden. Ca. 30 Stimmen haben gefehlt. Die bürgerlichen Parteien finden, dass der Kanton genügend Mittel habe, um Steuersünder zu ahnden. Dem ist ganz sicher nicht so! Kürzlich wurden über 20 Stellen auf der Steuerverwaltung im Kanton Bern gestrichen. Wer soll den nun die brisanten Steuerdossiers kontrollieren? Die Löhne all dieser Personen oder allenfalls auch von Steuerinspektoren würden ein Vielfaches einspielen. Wie kann man nur auf dieses Geld verzichten? Mit diesen Einnahmen könnte man gar an eine Steuersenkung denken. Die SVP hat in ihrer Argumentation „voll auf Mann gespielt“. Thomas Fuchs hat keine sachlichen Argumente hervorgebracht. Der BDP- Sprecher Samuel Leuenberger hat ein sehr sachliches Votum abgehalten, hätte aber lieber ein Postulat überweisen lassen. Mir persönlich war ein Postulat zu schwach.

Ich will jetzt griffige Massnahmen und nicht in 4 Jahren.

Die EDU hat noch nicht vor langer Zeit, sich sehr vehement für Sozialinspektoren eingesetzt, damit die Sündigen sanktioniert werden. Schleierhaft ist mir nun, wieso sie sich gegen Steuerinspektoren ausgesprochen hat. Dort könnten wir viel mehr Geld reinholen und das sind grössere Verbrecher als Sozialhilfebzüger! Möglicherweise habe ich den Titel (Volkssport) nicht treffend ausgewählt. Ich sage in meiner Motion nicht, dass ich generell jedem Bürger und jeder Bürgerin misstraue! Die Normalverdienenden und Menschen mit kleinen Einkommen können auch nicht in grossem Masse Steuern hinterziehen. Das wäre wenig attraktiv. ich müsste wohl eher vom “ Spitzensport“ sprechen.

Superreiche leisten sich aber öfters das Spässchen, den Kapitalgewinn nicht sauber zu deklarieren…

Es soll mir niemand weise machen, dass bei einem Schätzwert von ca. 2 Mia Franken Verlust pro Jahr, nur wenig Menschen Steuern hinterziehen.

Motion Zryd: http://www.gr.be.ch/etc/designs/gr/media.cdwsbinary.DOKUMENTE.acq/e410e5ae40e74cc998efb6f3934aaaac-332/2/PDF/2015.RRGR.577-Vorstossantwort-D-119984.pdf

Links zu Presseartikel:

20min. http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/Steuerdetektive-sollen-fuer-Bern-Geld-reinholen-10239296

Le journal du jura: http://www.journaldujura.ch/tous-tricheurs-faudrait-quand-meme-pas-pousser

Berner Zeitung: http://www.bernerzeitung.ch/region/kanton-bern/sp-scheitert-mit-weiterem-vorstoss-zu-steuerhinterziehung/story/22044317

Kantonale Sportstrategie kann am Ball bleiben

IMG_4493Motion zur Bodigung der Sportstrategie Kanton Bern scheitert klar!

Der SVP- Vorstoss wollte, dass das „aktuelle Leitbild Sport des Kantons Bern“ überprüfen lassen und den aktuellen Prozess der überdirektionalen Erarbeitung der Sportstrategie stoppen. Glücklicherweise war dem Parlament klar, dass wir auf dem richtigen Weg sind und der Kanton mehr als nur ein Leitbild braucht. Er braucht Eine Strategie, welche mit Teilkonzepten untermauert wird. Ebenfalls zu erwähnen ist, dass mit dem Inkrafttreten des Sportförderungsgesetzes auf Bundesebene auch etliche Änderungen für den Kanton anstehen.

Wir haben nominiert

FullSizeRenderSportlerinnen und Sportler des Jahres und ein unglaublicher Trainer

Zusammen mit Pierre- Yves Grivel, Noémie Sauvage, Jean- Pierre von Kaenel und Bertrand Choffat durfte ich für die Gratiszeitschrift BielBienne die Sportlerinnen und Sportler des Jahres nominieren. Wir waren uns schnell einig, dass die junge Agnou unbedingt in die Ränge kommen muss. Diese Saison ist sie wahrlich explodiert. Ihre Leistungskurve zeigt steil nach oben. Mich hat aber besonders die Nomination von Jean- Pierre Egger gefreut.  Wir treffen uns meist täglich im Kraftraum End der Welt. Momentan weilt er aber bei Valérie Adams in Neuseeland. Ich durfte Einiges von Jean- Pierre lernen. Er war in verschiedenen Bereichen Dozent oder Fachperson.

Hier der Link zum Artikel in BielBienne: http://www.bielbienne.com/tl_files/BB.16/bb_aktuell.pdf

Im Beobachter…Zwangsspagat für Turnlehrer

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Zitat aus dem Beobachter, 24. 12. 2015.

ECTS- Punkte abstottern, statt etwas zu lernen

Der Beobachter hat sich intensiv mit der hochaktuellen Thematik der ungewissen Zukunft von Turn- und Sportlehrkräften befasst und schon mehrfach Artikel darüber verfasst. Nach wir vor warten wir darauf, dass die Zürcher Volksschule pragmatische Lösungen für unsere Sportlehrkräfte findet und sich nicht stur an neue Diplome krallt. Es kommt mir so vor, als wüsste niemand mehr so recht, wer für was geeignet ist. Altverdiente Sportlehrkräfte werden einfach abgeschossen. Ihnen werden langjährige Studien aufgezwungen, obschon sie teils selber als Übungsleiter von jungen Sportlehrkräften wirken. Da muss man schon leer schlucken. Auf der anderen Seite sollen heute die Ausbildungen besser sein und die Lehrkräfte mehr befähigen, in der Praxis als Pädagogen (hier im Fachbereich Sport) tätig zu sein. Es ist aber eine traurige Tatsache, dass diese oftmals in ihrer Ausbildung an der PH, Sport mehr oder weniger von ihrer Liste streichen. Als Generalisten unterrichten sie dann aber trotzdem in diesem sehr spezifischen Fachbereich. Wo bleibt denn da die Qualität und die Sicherheit? Genau- auf der Strecke!

Hier der Link zum Artikel im Beobachter: http://www.beobachter.ch/arbeit-bildung/aus-und-weiterbildung/artikel/schule_zwangsspagat-fuer-turnlehrer/

 

Fachhochschule als Chance?

Bildschirmfoto 2015-11-23 um 14.24.50Fachhochschule muss praxisnahe bleiben!

Letzte Woche konnte den Bernermedien entnommen werden, dass die 5 grössten Maschinenbauindustriellen sich kritisch gegenüber der heutigen, verakademisierten Fachhochschulausbildung geäussert haben. Sie fordern, dass wieder eine praxisnahe, solide Grundausbildung angestrebt wird. Das Bachelorstudium soll vermehrt Dozenten mit jahrelanger Erfahrung aus der Praxis einsetzen und nicht “ Professoren“, welche eine akademische Karriere im Auge haben. Forschung soll Kernthema der Universität bleiben. Sie fordern strikte Promotionskriterien und die Nähe zur Wirtschaft. Die Studierenden sollen sich auf das Kerngeschäft Maschinenbau konzentrieren können. Ich habe grosses Verständnis für dieses Anliegen. Ich selber habe das Bachelorstudium (FH Sport) in Magglingen abgeschlossen und hatte einen sehr

hohen Praxisanteil in der Ausbildung und durfte viele Praktika absolvieren.

Ich genoss einen Lehrgang mit 34 Kameradinnen und Kameraden. Wir hatten kein Vorlesungssystem, sondern sehr interaktive Unterrichtsformen mit Dozenten, die selber lange in der Praxis waren oder sind. Im Zuge der Bolognareform wurde leider auch im Magglingen immer mehr auf Wissenschaften gedrückt. Ich darf aber sagen, dass die Fachhochschule daran ist, wieder mehr Praxinähe zu schaffen. Das heisst nicht, dass der wissenschaftliche Aspekt verloren geht!! Später nutzte ich die Möglichkeit des Masterstudiums. Ich denke, dass dort Forschung und Wissenschaft einen grösseren Anteil in Anspruch nehmen dürfen und sollen.

Für mich waren die Studien an der Fachhochschule Sprungbrett für meine berufliche Laufbahn!

Es war die Fachhochschule und nicht die Universität. Ich habe nämlich ebenfalls ein Masterstudium an der Uni abgeschlossen aber ohne beruflichen Aussichten. Persönlich finde ich es schade, dass man heute alles verakademisiert! Ich wünsche mir praxisnahe Ausbildungen mit einem wissenschaftlichen Hintergrund. Forschung muss nicht an allen Ausbildungsinstitutionen praktiziert werden.

Hier der Bericht zum Masterplan_2015_GZD_FH Schweiz_021115:

Auf die Frage, ob Biel ein eigenständiger Kanton sein sollte…

Bildschirmfoto 2015-11-18 um 17.47.52Biel- Bienne

Heute hat die Zeitschrift Biel- Bienne gefragt, ob Biel allenfalls ein eigenständiger Kanton werde sollte. Ich bin der Meinung, dass wir zum Kanton Bern gehören, inklusive dem Bilinguisme! Biel profitiert vom Kanton Bern aber auch der Kanton von der multikulturellen Stadt Bienne. Ich wünsche mir, dass unsere kantonalen Parlamentarier und Parlamentarierinnen diese Woche dem wichtigen Kreditgeschäft zum Vernetzungsprojekt der Bühnenkünste im Berner Jura und in Biel (Projekt ARS) zustimmen. Die Ausgaben müssen aus dem Kulturförderungsfonds gesprochen werden. Kultur verbindet Stadt und Kanton, fördert aber auch die Zweisprachigkeit unseres Kantons, respektive fördert die interjurassische Zusammenarbeit im Kulturbereich. Künstler, Künstlervereinigungen, Kulturzentren und Leuchtturmprojekte , etc. sollen sich als Netzwerk organisieren können. Berner Jura und Biel gemeinsam für Kultur, für Menschen aus der Region aber auch aus dem Kanton!

 

Erfolgreiche Motion

Bildschirmfoto 2015-09-09 um 16.09.45Bewilligungspflicht für private Sicherheitsunternehmen

Gestern konnten Adrian Wüthrich, Peter Siegenthaler und ich einen Erfolg feiern. Das längst fällige Geschäft zur Regelung der Bewilligungspflicht privater Sicherheitsunternehmen ist überwiesen worden. Der Regierungsrat wird das Anliegen in das Polizeigesetzt aufnehmen, welches sehr bald revidiert wird. Unverständlicherweise hat die BDP die Motion bekämpft. Dabei braucht es dringend, wie bei anderen Berufsgattungen auch, Richtlinien und Bewilligungen zur Ausführung des Berufes. In den meisten Kantonen gibt es Reglemente, es ist Zeit, dass der Kanton Bern mitzieht. Kürzlich mussten wir im Kanton Bern ein paar herbe Erfahrungen mit sehr schlechten Sicherheitsunternehmungen machen (so in Thun und Bern). Unternehmungen, die gar Schläger oder Kleinkriminelle einstellen (gibt es öfters) ist ein absolutes „NO GO“!

Natürlich möchten wir die „schwarzen Schafe“ aussortieren aber vorwiegend wollen wir seriöse Securityunternehmen schützen.

 

Das Argument der Überreglementierung der BDP greift sicher nicht!

Hier zum Motionstext und der Antwort des Regierungsrates.

Starke Fachhochschulen gefallen!!

fhDuales Bildungssytem der Schweiz ist auch im Ausland beliebt

Kürzlich hat die Handelszeitung in ihrem „Special“ die FH- Lohnstudie 2015 vorgestellt. Herausgekommen ist, dass die Absolventen in ihrer beruflichen Tätigkeit sehr zufrieden sind und 4 von 5 FH- Absolventen sind auch mit dem Salär zufrieden. Fachhochschulabgänger sind beliebt, da sie der Komplexität in ihrem Fachbereich gewachsen sind. Praxisnähe und wissenschaftlicher Hintergrund sind eine wertvolle Ausgangslage, um auf dem Markt zu reüssieren. Der Erziehungsdirektor Bernhard Pulver bricht ebenfalls im Interview eine Lanze für die Fachhochschule. Auf die Frage, wer dann an diesen Institutionen dozieren soll, antwortet er folgendermassen:

Klar ist, dass Fachhochschulabsolventen auch an Fachhochschulen dozieren sollen. Die Praxisnähe in der Lehre an den Fachhochschulen ist von zentraler Bedeutung. Es braucht wohl eine dritte Ausbildungsstufe auch auf Fachhochschulebene, aber es sollte kein Doktorat wie ander Universität sein. Etwas in Richtung angewandte Forschung und Entwicklung mit grossem Praxisbezug wäre sinnvoll. Das klare Profil, das sich die Fachhochschulen erarbeitet haben, soll nicht verwässert werden.

Als Fachhochschulabgängerin durfte ich mich im “ Special“ präsentieren. Persönlich habe ich Masterdiplome der Universität Bern und der Hochschule für Sport, Magglingen. Besonders stolz bin ich aber auf das Bachelordiplom, welches ich 2002 erworben habe. Die Ausbildung zur Sportlehrerin in Magglingen war eine der schönsten und lehrreichsten Zeit in meinem Leben. Wir hatten brillante Dozenten und einen sehr erfolgreich Lehrgang. Diese Ausbildung hat mir den Weg für meine Zukunft geebnet.

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