3 Stunden Schulsport in Gefahr?

Am 11.11.09 hat der Bundesrat die Vorlage zur Gesetzesrevision des Sportförderungsgesetzes verabschiedet. Das Parlament wird gefordert sein!! Der absolute Schocker ist der Wechsel der Entscheidungshoheit betreffend des Lektionenumfanges.

Der Bund will den Kantonen mehr Kompetenzen geben.
Das tönt ja wunderbar…


Der Wechsel birgt aber die Gefahr, dass Kantone das Dreistundenobligatorium abschaffen und weniger Turnunterricht sprechen. Wir wissen alle, dass trotz heute geltendem Recht, sich einige Kantone darüber hinwegsetzen und weniger Turnstunden abhalten. ich glaube nicht, dass die Erziehungsdirektoren ohne Druck des Bundes, sich für den Sport aussprechen werden. Sparmassnahmen, andere Affinitäten und anderes können Gründe sein, den Schulsport zu minimieren. Wir Sportlehrkräfte und andere Einsichtige müssen uns dringenst wehren!! Als Grossrätin ist mir bewusst, dass man möglicherweise in den Volkschulgesetzen und anderen Bildungsgesetzen den Turnunterricht zementieren kann. Ich glaube aber nicht an die Sportlobby bei den ParlamentarierInnen. Deswegen muss der Sport weiterhin als Sonderfall behandelt werden und auf Bundesebene im Gesetz verankert werden!

3 Gedanken zu „3 Stunden Schulsport in Gefahr?

  1. Salü Andrea,

    Du hast natürlich Recht dich für die Verantwortung des 3 Stunden-Obligatoriums beim Bund einzusetzen; denn wie du richtig bemerkt hast, ist mit dem Ansinnen den Kantonen in diesem zentralen Thema die Verantwortung zu übergeben, die Teilabschaffung des Obligatoriums vorprogrammiert. Erfahrungen in nicht all zu langer Vergangenheit haben das bewiesen!
    Der Kt. Bern ist da aber nicht alleine Federführend, sondern das sind alle kleinen Könige Erziehungsdirektoren aller Kantone; die EDK.

    Du musst aber unbedingt mit den nationalen Parlamentariern zusammenarbeiten, denn diese werden schlussentlich bei der Diskussion darüber entscheiden!
    Pascal Bruderer wäre da die gute Türöffnerin, als Natinalratspräsidentin! Aber auch zu anderen Parteien müssten Kontakte geschaffen werden!

    Grüsse
    Ernst

  2. Liebe Andrea

    Das Gesetz über Turnen und Sport ist eine Errungenschaft der Schweiz.
    Die Entscheidungsträger damals, haben etwas geregelt, das der gesamten Schweiz Vorteile bringt. Man hat es auch darum gesamtschweizerisch geregelt weil es eben Sinn macht, dies so zu tun.
    Dies ist überraschend durch sehr undurchsichtige Intentionen jetzt als Botschaft in die Parlamente gelangt. Die Transparenz der Gründe dazu fehlen völlig.
    Die unsägliche Geschichte um die Umsetzung des Brufsschulsportes zeigt, dass die Kantone in der Umsetzung dazu nicht im Stande sind. Jetzt soll im obligatorischen Schulsport die Kantone für den Umfang der Stunden zuständig sein. Wenn dies so durch die Parlamentsdiskussion durch gehen würde, wäre es für die Schweiz, daher für die Kinder, ein vorraussehbarer Nachteil.
    Ich hoffe die Mitglieder der Parlamente werden dies erkennen.

    Lieber Gruss
    Markus Fuchs
    Sportleher

  3. Liebe Andrea

    Das Gesetz über Turnen und Sport ist eine Errungenschaft der Schweiz.
    Die Entscheidungsträger damals, haben etwas geregelt, das der gesamten Schweiz Vorteile bringt. Man hat es auch darum gesamtschweizerisch geregelt weil es eben Sinn macht, dies so zu tun.
    Dies ist überraschend durch sehr undurchsichtige Intentionen jetzt als Botschaft in die Parlamente gelangt. Die Transparenz der Gründe dazu fehlen völlig.
    Die unsägliche Geschichte um die Umsetzung des Brufsschulsportes zeigt, dass die Kantone in der Umsetzung dazu nicht im Stande sind. Jetzt soll im obligatorischen Schulsport die Kantone für den Umfang der Stunden zuständig sein. Wenn dies so durch die Parlamentsdiskussion durch gehen würde, wäre es für die Schweiz, daher für die Kinder, ein vorraussehbarer Nachteil.
    Ich hoffe die Mitglieder der Parlamente werden dies erkennen.

    Lieber Gruss
    Markus Fuchs
    Sportlehrer

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