Standpunkt

2016-05-09 12.21.30Persönliche Meinung zum Sport

Das Bielertagblatt ermöglicht mir monatlich meine Meinung unter der Rubrik

Standpunkt

zu aktuellen Sportthemen kund zu tun. Die Herren Bertolotti, Mengisen, Laciga und Müller äussern sich ebenfalls alternierend zu interessanten, aufwühlenden, sportlichen Themen. Bis Anhin habe ich zu „Ein Symbol des Respekts“ und „Akademische Turnlehrer“ meinen Standpunkt vertreten.

Links zu Presseartikel:

http://www.bielertagblatt.ch/nachrichten/vermischtes/ein-symbol-des-respekts

http://www.bielertagblatt.ch/akademische-turnlehrkraefte

Texte im PDF:Akademische Turnlehrkräfte Ein Symbol des Respekts

 

 

 

 

Kantonale Sportstrategie kann am Ball bleiben

IMG_4493Motion zur Bodigung der Sportstrategie Kanton Bern scheitert klar!

Der SVP- Vorstoss wollte, dass das „aktuelle Leitbild Sport des Kantons Bern“ überprüfen lassen und den aktuellen Prozess der überdirektionalen Erarbeitung der Sportstrategie stoppen. Glücklicherweise war dem Parlament klar, dass wir auf dem richtigen Weg sind und der Kanton mehr als nur ein Leitbild braucht. Er braucht Eine Strategie, welche mit Teilkonzepten untermauert wird. Ebenfalls zu erwähnen ist, dass mit dem Inkrafttreten des Sportförderungsgesetzes auf Bundesebene auch etliche Änderungen für den Kanton anstehen.

Wir haben nominiert

FullSizeRenderSportlerinnen und Sportler des Jahres und ein unglaublicher Trainer

Zusammen mit Pierre- Yves Grivel, Noémie Sauvage, Jean- Pierre von Kaenel und Bertrand Choffat durfte ich für die Gratiszeitschrift BielBienne die Sportlerinnen und Sportler des Jahres nominieren. Wir waren uns schnell einig, dass die junge Agnou unbedingt in die Ränge kommen muss. Diese Saison ist sie wahrlich explodiert. Ihre Leistungskurve zeigt steil nach oben. Mich hat aber besonders die Nomination von Jean- Pierre Egger gefreut.  Wir treffen uns meist täglich im Kraftraum End der Welt. Momentan weilt er aber bei Valérie Adams in Neuseeland. Ich durfte Einiges von Jean- Pierre lernen. Er war in verschiedenen Bereichen Dozent oder Fachperson.

Hier der Link zum Artikel in BielBienne: http://www.bielbienne.com/tl_files/BB.16/bb_aktuell.pdf

Im Beobachter…Zwangsspagat für Turnlehrer

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Zitat aus dem Beobachter, 24. 12. 2015.

ECTS- Punkte abstottern, statt etwas zu lernen

Der Beobachter hat sich intensiv mit der hochaktuellen Thematik der ungewissen Zukunft von Turn- und Sportlehrkräften befasst und schon mehrfach Artikel darüber verfasst. Nach wir vor warten wir darauf, dass die Zürcher Volksschule pragmatische Lösungen für unsere Sportlehrkräfte findet und sich nicht stur an neue Diplome krallt. Es kommt mir so vor, als wüsste niemand mehr so recht, wer für was geeignet ist. Altverdiente Sportlehrkräfte werden einfach abgeschossen. Ihnen werden langjährige Studien aufgezwungen, obschon sie teils selber als Übungsleiter von jungen Sportlehrkräften wirken. Da muss man schon leer schlucken. Auf der anderen Seite sollen heute die Ausbildungen besser sein und die Lehrkräfte mehr befähigen, in der Praxis als Pädagogen (hier im Fachbereich Sport) tätig zu sein. Es ist aber eine traurige Tatsache, dass diese oftmals in ihrer Ausbildung an der PH, Sport mehr oder weniger von ihrer Liste streichen. Als Generalisten unterrichten sie dann aber trotzdem in diesem sehr spezifischen Fachbereich. Wo bleibt denn da die Qualität und die Sicherheit? Genau- auf der Strecke!

Hier der Link zum Artikel im Beobachter: http://www.beobachter.ch/arbeit-bildung/aus-und-weiterbildung/artikel/schule_zwangsspagat-fuer-turnlehrer/

 

Fachhochschule als Chance?

Bildschirmfoto 2015-11-23 um 14.24.50Fachhochschule muss praxisnahe bleiben!

Letzte Woche konnte den Bernermedien entnommen werden, dass die 5 grössten Maschinenbauindustriellen sich kritisch gegenüber der heutigen, verakademisierten Fachhochschulausbildung geäussert haben. Sie fordern, dass wieder eine praxisnahe, solide Grundausbildung angestrebt wird. Das Bachelorstudium soll vermehrt Dozenten mit jahrelanger Erfahrung aus der Praxis einsetzen und nicht “ Professoren“, welche eine akademische Karriere im Auge haben. Forschung soll Kernthema der Universität bleiben. Sie fordern strikte Promotionskriterien und die Nähe zur Wirtschaft. Die Studierenden sollen sich auf das Kerngeschäft Maschinenbau konzentrieren können. Ich habe grosses Verständnis für dieses Anliegen. Ich selber habe das Bachelorstudium (FH Sport) in Magglingen abgeschlossen und hatte einen sehr

hohen Praxisanteil in der Ausbildung und durfte viele Praktika absolvieren.

Ich genoss einen Lehrgang mit 34 Kameradinnen und Kameraden. Wir hatten kein Vorlesungssystem, sondern sehr interaktive Unterrichtsformen mit Dozenten, die selber lange in der Praxis waren oder sind. Im Zuge der Bolognareform wurde leider auch im Magglingen immer mehr auf Wissenschaften gedrückt. Ich darf aber sagen, dass die Fachhochschule daran ist, wieder mehr Praxinähe zu schaffen. Das heisst nicht, dass der wissenschaftliche Aspekt verloren geht!! Später nutzte ich die Möglichkeit des Masterstudiums. Ich denke, dass dort Forschung und Wissenschaft einen grösseren Anteil in Anspruch nehmen dürfen und sollen.

Für mich waren die Studien an der Fachhochschule Sprungbrett für meine berufliche Laufbahn!

Es war die Fachhochschule und nicht die Universität. Ich habe nämlich ebenfalls ein Masterstudium an der Uni abgeschlossen aber ohne beruflichen Aussichten. Persönlich finde ich es schade, dass man heute alles verakademisiert! Ich wünsche mir praxisnahe Ausbildungen mit einem wissenschaftlichen Hintergrund. Forschung muss nicht an allen Ausbildungsinstitutionen praktiziert werden.

Hier der Bericht zum Masterplan_2015_GZD_FH Schweiz_021115:

Regierung lehnt unseren Vorstoss ab

UnihockeyDie Schülerinnen und Schüler sind die Opfer

Im September haben wir überparteilich eindringenden Vorstoss eingegeben und gefordert, dass die ASP- Massnahme der Sportkürzungen auf der Tertiastufe, rückgängig gemacht wird. Die Regierung hat im November beraten, leider nicht zu Gunsten der Schülerinnen und Schüler! Wir werden aber im Rat kämpfen und versuchen, die Parlamentarier und Parlamentarierinnen auf unsere Seite zu kriegen. Das Anliegen ist sachlicher Natur und nicht ein Parteipolitisches. Lebe empfiehlt den Vorstoss auch zur Annahme, das lässt hoffen, dass mindestens die bildungspolitischen Kräfte unseres Kantons einsichtig sein werden.

Die Antwort des Regierungsrates findet ihr hier: http://www.gr.be.ch/gr/de/index/geschaefte/geschaefte/suche/geschaeft.gid-f68eb8707919464fa1e061c6495d2fa8.html

Zeitungsartikel zur Thematik: Artikel Jungfrau Zeitung

 

Der Kanton will beim Schulturnen einsparen

foto 3Gymeler dürfen in der Tertia nur noch einmal pro Woche turnen

Christian Bachmann und ich finden das überhaupt nicht lustig und haben uns während der letzten Session entschieden, einen Vorstoss zu schreiben. Wir konnten für unser Unterfangen Jakob Etter aus der BDP und Pierre- Yves Grivel aus der FDP dazu gewinnen. Grundsätzlich fordern wir, dass die Lektionentafel in der Tertia  bei den drei Wochenlektionen belassen werden muss, da der Kanton nämlich gegen das Sportförderungsgesetzes des Bundes verstösst. Gleichzeitig wirft er auch das eigene Sportkonzept über den Haufen. In Anbetracht der minimalen Sparmassnahmen, welche ca. 200’000.- entsprechen, ist es fast schon lächerlich, den Unterricht zu kürzen. Regelmässiger Sportunterricht ist eine Chance für alle Schülerinnen und Schüler. Dort lernen sie nebst verschiedenen sportlichen Disziplinen (Fachkompetenzen) miteinander umzugehen, zu kommunizieren. Sie lernen einander zu helfen und zu unterstützen. Sie dürfen leisten, lernen und lachen. Gerade der Umgang mit Emotionen kann im Sportunterricht wunderbar geschult werden. Kommt dazu, dass nach sportlicher Betätigung die Konzentrationsfähigkeit steigt und auch dank der Endorphinausschüttung meist eine “ gute Laune“ herrscht. Nicht zuletzt wirkt sich die sportliche Betätigung auch positiv auf die Gesundheit aus. Erfreulich ist, dass sich die Fachschaft der Gymnasiallehrer auch stark macht. Sie haben Gespräche mit dem Amt geführt und auch Briefe verfasst. Ich schliesse nicht aus, dass wir gegen den Kanton klagen werden!  Ich bitte die Regierung ganz fest, diese Sparmassnahme rückgängig zu machen. Mut tut gut 😉

Diverse Medien haben unser Anliegen aufgegriffen: Blick am Abend und Bieler Tagblatt