Danke, liebe Kinder- und Jugendtrainer

Während der Adventszeit wird es für Eishockey-Trainer oft brenzlig und gar nicht gemütlich. Vor Weihnachten wird eine erste Bilanz gezogen. Hat die Mannschaft in der ersten Phase zu wenig Leistung erbracht, muss meist der Kopf der Mannschaft, also der Trainer, seinen Platz räumen. Kevin Schläpfer ist das prominenteste Opfer dieser Saison. Und es werden wohl weitere Köpfe rollen. Das Geschäft im Spitzensport ist knallhart und die Trainer müssen sich ein dickes Fell zulegen, um mit solchen Situationen umgehen zu können. Stimmt hingegen die Leistung, stehen sie auf der Sonnenseite, werden von Fans und Medien zelebriert und die meisten geniessen das auch, ja brauchen das Rampenlicht. Doch für wie lange? Ich habe grössten Respekt vor dem Beruf «Profitrainer».

Liebe Leserinnen und Leser, ich habe genug Worte über den Profisport in der besinnlichen Zeit verloren und möchte mich ganz herzlich bedanken; und zwar bei allen sportbegeisterten Leitern und Trainerinnen, ganz besonders bei denen, die wöchentlich oder gar täglich ehrenamtlich unseren Kindern und Jugendlichen die Faszination an Bewe- gung, Spiel und Sport vermitteln. Ohne sie hätte der Sport in der Schweiz nicht ein so gutes Image. Sie sind die echten Stars im Sport. Sie üben zwar nicht den Beruf «Profitrainer» aus und stehen dementsprechend nicht unter dem enormen Leistungsdruck. Auch interessieren sich die Medien kaum für Nachwuchstrainer. Ihre Berufung ist es, die Kinder und Jugendlichen für den Sport und die Sportkultur zu begeistern und diese breit auszubilden. Dank ihnen konnten in einem Jahr fast 70 000 Jugend und Sport- Kurse und Lager durchgeführt werden und circa 940 000 Kinder und Jugendliche durften sich sportlich und spielerisch betätigen. Selten stehen die Trainer im Rampenlicht und sind trotzdem immer wieder motiviert, Trainings zu leiten. Einige verzichten auf Ferienzeit und begleiten dafür die Jugendlichen ins Trainingslager. Auch die persönliche Weiterbildung steht hoch im Kurs, meist nutzen die Übungsleiter

Fortbildungsmodule von Jugend und Sport und lösen durch ihre anerkannte Leiterausbildung so Geld für ihren Verein aus. Längst nicht jedem sportlichen Kind gelingt der steinige Weg an die Spitze, aber hinter jedem Spitzensportler stehen auch Jugend- trainer. Sie haben mit ihm die ersten Siege gefeiert, aber auch die ersten Tränen getrocknet. Der Umgang mit Sieg und Niederlage muss nämlich erst erlernt werden. Sportliche und spielerische Ausbildung sind eine facettenreiche Lebensschule und so kommt es nicht von ungefähr, dass der Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention auf das Recht für Kinder zum Spielen plä- diert. Von Natur aus wollen Kinder spielen und sich bewegen. In der heutigen Zeit gelingt es nicht allen Eltern, ihren Kindern Bewegung und Spiel zu bieten. Umso mehr müssen wir die Angebote von Jugend und Sport, Schule, Pfadi und so weiter würdigen. Freiwilligenarbeit, respektive die Ehrenamtlichkeit, bilden das Fundament des Sportes und haben grössten Respekt und tiefe Anerken- nung verdient. Es freut mich, dass so viele freiwillig, voller Zufriedenheit, Freude und Überzeugung den Sport und die Bewegung transportieren.

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