Junisession 2014

Bildschirmfoto 2014-06-04 um 3.16.46 PMBildquelle:http://www.gr.be.ch/gr/de/index/sessionen/sessionen/sessionen_2014/junisession_2014.html
Erste Session in der neuen Legislatur
Am Montag sind wir vereidigt worden. Ich persönlich habe nicht den Schwur , sondern das Gelübde abgelegt. Ich habe mich schnell wieder in den Ratsbetrieb eingelebt. Einige Änderungen gibt es aber trotzdem. Beispielsweise stellt der Kanton Bern neu Fachkommissionen. ich habe mich für die GPK (Geschäftsprüfungskommission) aufstellen lassen und bis auch gewählt worden. In meiner früheren Amtszeit war ich schon Mitglied in dieser Kommission.Damals hiess sie Oberaufsichtskommission. Wir überprüfen spezielle Geschäfte und auch den Regierungsrat oder Ämter. Die Unterlagen sind streng geheim. Fragt mich also nicht, was wir besprochen haben. Die Papiere landen im Schredder. Selber bin ich Ausschuss Finanzen, Volkswirtschaft und Erziehung/Bildung. Ich werde mich bei meiner Kommissionsarbeit also vorwiegend auf solche Geschäfte konzentrieren. Nun gibt es nebst dieser Arbeit natürlich die sehr interessante Arbeit in der Fraktion. Dort bin ich ebenfalls im Bereich Finanzen und Volkswirtschaft untergebracht, ganz nach meinem Wunsch. Im Bildungsbereich habe ich dann jeweils noch Fachgruppensitzungen. Mir wird bestimmt nicht langweilig. In dieser Session gibt es ein Geschäft, welches mich beschäftigt. Im Rahmen von ASP ist auch die Stundentafel des gymnasialen Unterrichtes angepasst werden. Im Bereich Sport wurde eine halbe Jahreslektion (in der Tertia) durch ein obligatorisches Sportlager ersetzt. Ich fordere aber nach wie vor 3 obligatorische Lektionen in allen Semestern. Ein Sportlager, welches sowieso schon durchgeführt wird, ersetzt in keiner Weise den regelmässig geforderten Sportunterricht.

Der Kanton Bern verletzt hiermit das Sportförderungsgesetz des Bundes,

welches mind. 110 Wochenlektionen Sportunterricht vorschreibt und das regelmässig auf allen Stufen. Aus diesem Grund haben Christian Bachmann und ich eine Anfrage an den Regierungsrat verfasst. Wir sind gespannt auf die Antwort und sind bereit, wenn nötig weiter zu kämpfen. Die Antwort kriegen wir nächste Woche.

Bleibt der Sport auf der Strecke- natürlich nicht!

Nach wie vor habe ich den Vorsitz der parlamentarischen Sportgruppe Kanton Bern und neu auch den Vorsitz des grossrätlichen Sportclubs. Wir haben im Kanton Bern den FC und spielen jeweils an verschiedenen Turnieren. Nach Brasilien hat es knapp nicht gereicht ;). Jeweils am Mittwoch gibt es Mittagssport und im Frühjahr ein Eishockeyturnier.

 

Kleine Anfrage:

Mit der neuen Lektionentafel am Gymnasium ist vorgesehen, dass in der Tertia Sport bloss noch 2 ½ anstatt 3 Lektionen unterrichtet werden soll. Dafür soll ein Sportlager durchgeführt werden. Dieses Vorhaben verstösst gegen das neue Sportförderungsgesetz und deren Verordnung (Art.49, Pt. 3: An Mittelschulen sind pro Schuljahr mindestens 110 Lektionen Sportunterricht zu erteilen. Die Lektionen sind regelmässig über das ganze Schuljahr zu verteilen.).Bei 2 ½ Lektionen werden bloss noch 97.5 Lektionen regelmässig erteilt.

1. Wie beurteilt die Regierung diesen Verstoss gegen das Bundesgesetz?

2 Gedanken zu „Junisession 2014

  1. Lieber Simon,
    ich weiss, du kannst im Normalfall besser rechnen als ich…
    Es ist aber folgendermassen: Das Spofög verlangt, dass die 110 Lektionen (Minimalzahl) regelmässig auf das ganze Schuljahr verteilt werden, wobei durchschnittlich 39 Wochen gelten. Diese sind nicht konzentriert und in Blöcken zu verteilen. (Verstoss gegen das Prinzip der Regelmässigkeit)
    Das Sportlager hat bis Anhin auch statt gefunden und hat nichts mit dem obligat. Schulsport zu tun. Das ist ein Zusatzangebot und kann jetzt nicht einfach umgemünzt werden. Ansonsten müsste man dann eine neue Woche einplanen und das käme den Kanton teurer zu stehen, da dort mehr Lehrkräfte engagiert sind. Es fallen ungefähr 20 Lektionen aus und das ist zu viel.

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