Parlament lehnt meinen Vorstoss zum obligatorischen Schulsport für Jugendheime ab

Mit 78 zu 45 Stimmen und einigen Enthaltungen wurde mein Vorstoss heute vom Parlament abgeschmettert. Es war niemand bereit, das Bundesgesetz umzusetzen. Ich bin der Meinung, dass vor dem Gesetz alle gleich behandelt werden müssen. Egal ob nun 2 oder 10 Lehrlinge im Heim eine Lehre absolvieren- sie haben das Recht auf den obligatorischen Berufsschulsport, welcher in der Verordnung des Berufsbildungsgesetzes verankert ist. Die meisten beriefen sich auf die Kosten.Eine Sportlehrkraft in Prêles würde ein paar tausend Franken kosten. Wir haben schon ganz andere Minderheiten unterstützt- beispielsweise subventionieren wir Schafe…Ich bin enttäuscht über die Haltung des Parlamentes. Regierungsrat Käser hat die Türe in seinem Votum eigentlich für eine Annahme geöffnet.Er hat erklärt, dass in der ablehnenden Antwort des Regierungsrates sich ein Fehler eingeschlichen hat. So kann man nämlich lesen:“ Im Falle des Jugendheimes Prêles ist der Regierungsrat bereit, der Forderung der Motion im Sinne der vorliegenden Ausführungen nachzukommen“. Das bedeutet nichts anders, als dass der Polizeidirektor meiner Motion eigentlich im Fall Prêles zugestimmt hätte. Doch er ist dem Gesamtregierungsrat unterlegen. Diese Ausführungen hätten gar nicht in der Antwort meiner Motion erscheinen dürfen, sind aber wegen eines Fehlers trotzdem abgedruckt worden. Aber es sieht so aus, dass die Parlamentarier trotz Erklärung nichts von Gesetzen halten. Die gelten nicht für alle und schon gar nicht für Jugendliche im Straf- und Massnahmenvollzug. Dort ist es anscheinend in Ordnung, dass seit Jahren kein Berufsschulsport unterrichtet wird. Persönlich hoffe ich, dass der Kanton vom Bund sanktioniert wird und das wird und dann möglicherweise mehr als ein paar Tausender kosten…

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