Flughafen Belp-neuer Kantonskredit?

Heute debattieren wir über den Beitrag des Kantones von 3,15 Mio. Franken an den Flughafen Belp für die anfallenden Sicherheitskosten. Tatsache ist, dass die Alpar AG einen weiteren Staatsbeitrag möchte, obschon sie ein Privatunternehmen ist. Der Staat ist nicht verpflichtet, sie zu unterstützen. Wegen der Umsetzung des Schengener Abkommens sowie den Massnahmen zur Terrorismusbekämpfung sind bauliche und betriebliche Massnahmen in Belp notwendig. Können diese Massnahmen nicht vollzogen werden, gehören Linien- und Charterbetrieb der Vergangenheit an. Der Fluglärm würde kaum abnehmen aber die Einnahmen würden klar sinken. Unsere Regionen würden an Attraktivität verlieren, Kunden würden sich zurück ziehen.

Die Bürgerlichen scheinen den Kredit sprechen zu wollen. Sehr unlogisch, da sie sonst Steuern senken und den Staat schwächen wollen und sich immer für alle Sparmassnahmen stark machen. Wieso soll denn nun ausgerechnet ein privates Unternehmen vom Staat einmal mehr finanziell unterstützt werden??

Ich persönlich werde dem Kompromisskredit Antener zustimmen (Reduktion des jährlichen Beitrages um 350’000.-). Ich will, dass der Flughafen überlebt. Es ist auch für unser Oberland recht wichtig. So haben wir zahlreiche Gäste aus dem Ausland, welche den Flughafen Belp nutzen. Sollte dieser Antrag kippen, stimme ich zähneknirschend dem Kredit zu.

3 Gedanken zu „Flughafen Belp-neuer Kantonskredit?

  1. Der bewilligte Kredit freut mich auf der einen Seite und auf der anderen nerv ich mich schon über die Umsetzung.

    Zuerst sollte man sich fragen: Wer ist dem blöden Schengenabkommen beigetreten? Sicher nicht der Flughafen. Dieses Abkommen verursacht grundsätzlich nur Kosten und bringt der Luftfahrt und dem Kunden sehr wenig Nutzen. Warum soll der Flughafen für Staatsenscheide aufkommen?

    Ein Teil des Kredit soll für Sicherheitsanpassungen verwendet werden. Also mehr unnötige Kontrollen und noch mehr Checks die keinem etwas nutzen.

    Dann soll der Betrag in der Zukunft aus der Flugtreibstoff-Steuer gedeckt werden. In sich schon absolut lächerlich. Wer zahlt Steuern auf Flugtreibstoff? Nur der Nationaler Flugverkehr. Alle internationalen Flüge zahlen keine Fuelsteuer.

    AVGAS 100 LL (eher für Kolben-Maschinen und Helis ohne Turbine):
    – CHF 2.66/Liter (besteuert)
    – CHF 1.86/Liter (steuerfrei)

    JET A-1 (Für Jets und Turbinen-Helis):
    – CHF 2.06/Liter (besteuert)
    – CHF 1.26/Liter (steuerfrei)

    Also zahlt nur rein die Privatfliegerei Steuern für Sicherheitsmassnahmen die Privatpiloten nur hinderlich sind. Super! Im Schweizer Luftraum werden fast 0.6 Mio. Tonnen Jetfuel verbraucht. Davon macht die Privat- und Inlandfliegerei 0.4% aus. Warum streicht man die Steuer nicht einfach? 😉

    1. Hallo Antonio,
      Merci für deinen interessanten Kommentar. Als Linke bin ich natürlich für Schengen und so auch für die Umsetzung. Aber wie du siehst, war ich aus verschiedednen Gründen für die Zusage des Kredites. Eben auch, weil Belp die Sicherheitsmassnahmen auferzwungen worden sind. Ich habe einfach generell Mühe, dass man viel kleinere Beträge bei uns für soziale Anliegen oft niederschmettert und dann ziemlich easy für den Flughafen blechen kann. Nun wünsche ich dir weiterhin guten Flug!!

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